Wintereinbruch von historischem Ausmaß

Der 20. Februar 2026 markierte einen der einsatzreichsten Tage in der Geschichte der steirischen Feuerwehren. Besonders im Süden und Osten des Landes führte extremer Nassschnee zu einer Ausnahmesituation. Mit landesweit über 1.900 Einsätzen innerhalb von 24 Stunden verzeichnete die Landesleitzentrale den höchsten Wert seit ihrem Bestehen im Jahr 2011.

Auch im Ortsteil Pertlstein war die Lage angespannt, da die enorme Schneelast kontinuierlich Bäume umstürzen ließ und Äste abbrachen, was den Aufenthalt im Freien und das Befahren der Straßen lebensgefährlich machte.

20. Februar: Einsatzschwerpunkt und Gefahrenabwehr

Am Freitag lag das Hauptaugenmerk darauf, die gröbsten Gefahrenstellen zu beseitigen und die Verkehrswege so weit wie möglich offen zu halten. Die Kameradinnen und Kameraden der FF Pertlstein waren den gesamten Tag über gefordert. In einem Fall kam es zu einer leichten Beschädigung eines Gebäudes durch einen umstürzenden Baum bzw. herabfallende Äste. Aufgrund der anhaltenden Schneelast und der akuten Gefahr von weiterem Schneebruch mussten am Freitag dennoch einige Straßenabschnitte komplett gesperrt werden, da die Sicherheit nicht mehr gewährleistet werden konnte.

21. Februar: Aufräumarbeiten und Sicherstellung der Erreichbarkeit

Der Samstag stand ganz im Zeichen der umfangreichen Aufräumarbeiten. Den gesamten Tag über wurde daran gearbeitet, Blockaden zu lösen und die Verkehrswege wieder sicher passierbar zu machen. Unter anderem lag ein Augenmerk dabei auf dem Freiräumen der Zufahrten zu jenen Haushalten, in denen Bewohner auf eine regelmäßige medizinische Versorgung (wie etwa Sauerstoff oder Medikamente) angewiesen sind. Durch diesen gezielten Einsatz wurde sichergestellt, dass die Erreichbarkeit dieser Personen trotz der massiven Behinderungen durch die Schneemassen wieder gegeben war.

Starker Zusammenhalt und private Unterstützung

Ein Einsatz dieser Größenordnung wäre ohne die außergewöhnliche Unterstützung aus der Bevölkerung kaum zu bewältigen gewesen. Zahlreiche Privatpersonen stellten unbürokratisch ihr technisches Equipment zur Verfügung und arbeiteten Hand in Hand mit der Feuerwehr. Der Einsatz von Traktoren, Motorsägen und spezialisiertem Gerät wie Holzzangen und Kranwagen war entscheidend, um die massiven Stämme und Äste effizient von den Verkehrswegen zu entfernen.

Die FF Pertlstein bedankt sich herzlich bei allen Kameradinnen und Kameraden sowie den freiwilligen Helfern für den großartigen Zusammenhalt und die professionelle Zusammenarbeit an diesen beiden herausfordernden Tagen.

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